Pizza

Erinnert ihr euch noch an die Freundes-Alben aus der Grundschule? Was habt ihr da bei Lieblingsessen geschrieben? Ich wette, einige von euch haben PIZZA geschrieben! Ich nämlich auch. Selbst jetzt, im Überangebot von Restaurants aus aller Welt, ist Pizza bei mir immer noch hoch im Kurs. Drum jetzt hier mein ultimatives Rezept dafür, besonders der Pizzateig wird bei dem Rezept immer suuuper!

Zutaten (für 4 Personen)

Für den Pizzateig

  • 500 g Mehl
  • 280 g Milch und Wasser im Verhältnis von ca 1:1 oder 2:1
  • 8 g  bzw. 1 El Zucker
  • 15 g bzw. 2 Tl Salz
  • 5 g Trockenhefe
  • 15 g bzw. 3 El Öl

Für den Pizzabelag

  • Tomatensauce
    • 1 Dose passierte Tomaten
    • Salz, Pfeffer, Zucker und Oregano zum Abschmecken
  • Käse
    • 3 – 4 Mozzarrella
  • Belag
    • Gemüse: z.B. Oliven, Paprika, Pilze, Zucchini, Artischocken, Spinat, Kapern, Lauch, Zwiebeln, etc.
    • Fleisch: Salami, roher oder gekochter Schinken
    • Fisch: Meeresfrüchte, Anchovies, Räucherlachs, Thunfisch
    • Specials: Eier, Gorgonzola, Parmesan, Frischkäse

Pizza in 5 Schritten

#1: Der Teig

Alle Zutaten bis auf das Mehl in einem Messbecher gut mischen und über das Mehl geben und zu einem glatten Teig kneten. Den Teig entweder am Vortag zubereiten und kalt im Kühlschrank gehen lassen, bei hoher Außentemperatur reicht auch ein halber Tag draußen.
Vermutlich werdet ihr auf dem Boot keine Waage haben, deshalb habe ich für euch die Zutaten auch noch mal in etwas gröbere Angaben übersetzt. Beim Mehlkauf im Ausland aufpassen: Oft ist das bereits mit Backpulver versetzt, damit wird aber der Teig aber nichts. Habt ihr vor, Pizza oder überhaupt Hefeteig zu machen, dann nehmt das Mehl von zu Hause mit – diesen Tipp habe ich von einem erfahrenen Segler erhalten.

Den gegangenen Pizzateig (er sollte nun zwei oder dreimal so groß sein wie am Anfang) noch mal kurz durchkneten und dann in 3-4 Teilen zu Pizzafladen ausrollen. Man beachte: eine Pizza ist NICHT eckig! Im kleinen länglichen Ofen schlage ich euch vor, ovale Fladen zu machen, direkt auf Backpapier mit etwas Mehl ausrollen. Macht ihr die Pizza zu Hause, empfehle ich euch runde Pizzableche mit Löchern, die ihr mit Öl einreibt. Zum Ausrollen könnt ihr in Ermangelung eines Nudelholzes auch eine Flasche nehmen, nachzulesen bei der Küchenausrüstung auf dem Boot.

Zutaten Pizzateig.jpg

#2: Die Tomatensauce

Am Besten nehmt ihr passierte Tomaten aus der Dose für die Tomatensauce, die könnt ihr dünner auftragen, so wird der Teig knuspriger. Die passierten Tomaten in eine Schüssel geben und mit Salz, etwas Zucker und nach Geschmack mir Oregano würzen. Die Sauce gut Pfeffern, sie ist richtig, wenn sie deutlich nach Pfeffer schmeckt. Warm machen müsst ihr die Sauce nicht. Nun die Fladen mit eben der Sauce bestreichen, nicht zu dünn, nicht zu dick.

#3: Der Pizza-Käse

Erstmal ein Statement: nach den Tomaten kommt der Käse – dann kommt erst der Rest. Ist so, wissen tatsächlich nicht alle, drum sage ich es hier noch einmal. Für alle, die sich gefragt haben, warum ihre Pizza nicht so wie beim Italiener aussieht – ich vermute den häufigsten Grund hier! Also – Käse, am besten Mozzarella, in seeehr dünne Scheiben schneiden oder bröckeln, die Faulen können aber natürlich auch geriebenen Mozzarella oder Pizzakäse nehmen, auch die Reste aus dem Kühlschrank gerieben eignen sich. Ich persönlich finde nur, dass Emmentaler nicht so richtig passt. Aber das müsst ihr wissen. Den Käse dann möglichst flächendeckend verteilen auf den Pizzafladen.

#4: Der eigentliche Pizza-Belag

Obendrauf kommt, was gefällt und schmeckt, man kann auch für jeden eine „Ecke“ einrichten, etc. Hier habe ich nur zwei Tipps:

  • Wässriges Gemüse für den Pizzabelag vorher kur in der Pfanne braten – so bleibt der Boden knusprig
  • Pizza flächendeckend belegen, denn der Belag zieht sich beim Backen zusammen, wenn er Wasser verliert. Wenn eure Pizza also beim Belegen echt voll aussieht, ist es meist genau richtig

Ich kombiniere gerne salzige Sachen wie Anchovies mit nicht so salzigen, dass am Ende alles ausgewogen ist und nicht ganze Crew einen riesen Salzbrand hat. Frische Gemüse wie Ruccola oder auch Kräuter können auch erst kurz vor dem Servieren drauf. Man kann auch ein Ei drauf schlagen und stocken lassen. Alles ist erlaubt.

Zutaten Pizza.jpg

#5: Pizza backen

Den Herd sehr heiß vorheizen, Pizza wird bei hoher Temperatur gebacken. Rein mit dem Blech – beim Gasherd aufpassen, dass die Flammenleiste nicht die Pizza verbrennt. Zu Hause beim Elektroherd das Blech möglichst weit unten reingeben und auf höchste Temperatur heizen. ca. 10 min Backen – ich guck immer durch die Scheibe im Ofen, ob der Rand knusprig und der Käse geschmolzen ist.

Jetzt die Pizza schneiden und am besten direkt auf die Hand geben, nebenbei den nächsten Fladen backen – ich empfehle euch, zuerst den ersten Fladen zu belegen und in den Ofen zu geben – während dieser bäckt, kann man die anderen Pizzen fertig machen, so kann man dann eine nach der anderen garen und nebenbei die fertigen Pizzen futtern. Zwei Pizzen übereinander funktioniert nicht – der Dampf der Unteren weicht hier den Boden der Oberen auf.

Pizza – das Runde muss ins Eckige

Das Pizzarezept hier habe ich von meiner Mam(m)a, die es bei einem Kochkurz gelernt hat. Seitdem wir das verwenden, werden unsere Pizzen viel besser – vorher hatten wir auch eher Pizza-auf-dem-Blech-mit-5-cm-Belag-Mahlzeiten, die auch nicht schlecht, aber halt vom italienischen Original denkbar weit weg sind! Ich habe viel experimentiert und denke, die Knusprigkeit des Pizzabodens hängt auch stark vom Wassergehalt des Belages ab, deshalb beachtet meine obigen Tipps. Ich habe auch noch gelesen, dass manche den Teig einstechen – kann man machen, aber wie gesagt, heiß backen, wenig wässrigen Belag – das ist das A und O. Und ich wiederhole hier noch einmal: Eine Pizza ist rund – und nicht eckig. Guten Appetit, Ahoi!

 

 

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