Reisevorbereitung: Die Essensplanung

Eine hungrige Crew zu füttern ist gar nicht so einfach. Da muss man etwas Hirnschmalz investieren, sogar noch bevor man die Bikinis und Badespielsachen in den Seesack packt und sich auf die Reise macht – der Skipper kommt ja hoffentlich auch nicht unvorbereitet.

Gerade sitze ich tatsächlich über den ersten Gedanken zu einem Törn in 14 Tagen auf den Kanaren. Leider schaffe ich es nicht zum Crew-Treff und muss nun ein anderes Crew-Mitglied bitten, die nötigen Infos abzufragen – dazu machen ich eine Art Fragebogen.

#1: Essgewohnheiten der Crew abfragen

Als Smut sollte man grds. wissen, ob es unter den Crewmitgliedern Vegetarier oder Veganer gibt (oder auch Leute mit anderen Gewohnheiten wie Low-Carb-Ernährung etc.) – ich persönlich finde, dass die jeweiligen Ernährungsweisen zu respektieren sind und wenn ich diese vorher weiß, kann ich die Menüs auch dementsprechend planen. Ich erwarte natürlich auch, dass die jeweiligen Personen dann nicht militant in ihren Philosophien sind und die Anderen ebenso respektieren :). Zudem sollte man natürlich auch Allergien abfragen, meist gibt es auch hier die ein oder andere Person, die sich mit Laktose oder Gluten schwer tut. Anzugben ist:

  • Ich esse aus religiösen/sonstigen Gründen nicht…
  • Ich bin allergisch gegen…

#2: Spezielle Vorlieben erfahren

Sinnvoll ist es auch, von den Mitreisenden zu wissen, ob es Lebensmittel gibt, die gar nicht in die Tüte kommen. Ich selbst mag beispielsweise nicht so gerne Petersilie und bin überhaupt kein Fan von frischem Koriander. Für jeden aus der Crew ist der Törn ja auch Urlaub, deshalb denke ich, dass für jeden die kulinarischen Hygienefaktoren stimmen müssen. Auch hier gilt wieder – wenn ich vorher weiß, ob es das ein oder andere Hass-Produkt gibt, dann baue ich das nicht in den Kochplan an Bord ein. Oft muss man hier zwar an Bord noch eine Extrarunde drehen, weil die meisten gar nicht im Sinn haben, was sie doof finden, aber schaden tut so eine Vorinformation nicht. Ich frage deshalb ab:

  • Ich hasse…

Beim letzten Törn gab es jemanden, der nicht so gerne scharfes Essen hat. Hier habe ich z.B. beim Chili einfach vor dem Würzen eine mild gewürzte Extraportion abgeteilt.

 

#3: Einkaufslistenoptimierung für Wasser und Frühstück

Zwei spezielle „Mahlzeiten“ sind noch Frühstück und Mineralwasser. Beim Frühstück hat erfahrungsgemäß jeder seine eigenen Vorlieben: Müsli mit Joghurt? Konfitüre und Nutella oder Brot mit Wurst und Käse? Eier und Speck? Kaffee oder Kakao? Das sind nur einige Fragen, die man besser vorher beantwortet – so kann man bestimmte Produkte schon mal von der Liste streichen und muss am Ende nicht so viel wegwerfen. Wichtig ist auch zu wissen, ob die Präferenz beim Mineralwasser eher zu mit oder ohne Gas geht, um optimal einkaufen zu können. Ich möchte drum wissen:

  • Zum Frühstück nehme ich…
  • Ich nehme lieber was mit Gas/ohne Gas

#4: Wunschlisten geben Inspiration

Jedes Crewmitglied hat vielleicht aus der Erfahrung heraus schon einen Menüwunsch, den man auf jeden Fall mitnehmen sollte: Für viele gibt es keinen Törn ohne Risotto (coming soon) oder Pasta (z.B. die mit Thunfischsauce). Auch bin ich schwer dafür, typische Produkte aus dem Revier in den Menüplan einzubinden – z.B. Rum in der Karibik (jaja, ist nix zu Essen) oder natürlich Fisch (man ist ja zwangsweise am Meer beim Segeln). Drum sollte jeder noch angeben:

  • Ich finde folgende Nahrung/Mahlzeit besonders nützlich auf einem Boot…
  • Auf XXX  sollten wir unbedingt kaufen…

#5: Und nicht vergessen: Was bringt jeder mit?

Neben den Dingen, z.B. auf der Packliste für den Smut und den Gewürzen, kann man auch ein paar andere Leckereien von zu Hause oder besser noch von der Anreise mitbringen. Ich denke hier im Moment weniger an Essen als an die flüssigen Lebensmittel aus dem Duty Free. Für die optimale Ausgestaltung der Einkaufsliste macht es auch Sinn, die Bestückung der Bar vorher zu kennen:) Drum noch die Angabe:

  • Ich bringe mit…

Input für den Menüplan ist gesichert

Mit all den Informationen kann für den Menüplan schon nichts mehr schief gehen. Nun kann man schön den Menüplan aufstellen und sich dem nächsten Schritt, der Einkaufsliste, widmen. Dazu aber mehr ein andermal. Ahoi!

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